Ernährungsmythen

erna%cc%88hrungsmythen-hochglanz-05-2016

*Diesen Artikel habe ich mit Hilfe der Chefredakteurin während meines Praktikums verfasst. Er ist in der Ausgabe MAI 2016 bei dem Stadtmagazin HOCHGLANZ veröffentlicht worden.

Die meisten von uns hatten sicherlich schon einmal die Überlegung abzunehmen, sportlicher zu werden oder sich gesünder zu ernähren. Doch vor lauter Ernährungstipps verliert man schnell den Überblick zwischen gut und schlecht. Was passt eigentlich zum eigenen Körper und individuellen Lebensstil?
Die schlechte Nachricht:  Die Dinge, die sich einfach anhören, sind leider oft nicht alltagstauglich.
Die gute Nachricht: Wir geben Ihnen einen besseren Überblick über fünf bekannte Mythen. Wahrheit und Irrtum? Lesen Sie am besten selbst…

  1. Kohlenhydrate am Abend machen fett: Jein!
  • Was zu Übergewicht führt, ist das ZU VIEL an Kalorien.
  • Ein dauerhaftes Energiedefizit (Energieverbrauch höher als die Energiezufuhr) muss erreicht werden, um abzunehmen.
  • Aufgepasst: Wer seine Kalorienanzahl zu weit nach unten setzt, nahe dem Grundumsatz, der wird abnehmen, aber leider falsch und nicht nachhaltig. Der Körper wechselt in einen Notfallmodus und zerrt nicht anFettreserven, sondern greift auf die Muskulatur zurück.

Tipp: Lassen Sie sich von gut ausgebildeten Ernährungsexperten oder Fitnesstrainern beraten. Legen Sie gemeinsam den Fokus auf die Menge und Qualität der Kohlenhydrate fest!

  1. Hilft Krafttraining beim Abnehmen? Klar!
  • Es ist unerlässlich für gesundes und dauerhaftes Abnehmen.
  • Mehr Muskeln bedeuten mehr Fettverbrennung. Muskeln arbeiten pausenlos und verbrennen Fett, auch wenn Sie auf dem Sofa liegen.
  • Muskeln formen und definieren Körperzonen. Der Körper ist straffer und fester.

Tipp: Wenn Sie ein Kilogramm Muskulatur aufgebaut haben, verbrennen Sie 1,5 kg Körperfett mehr als vorher. Deshalb sollte der Aufbau von Muskeln beim Abnehmen im Mittelpunkt stehen. Am besten regelmäßig, um das Leistungsniveau zu steigern.

  1. Fett wird nur abgebaut, wenn auch das Gewicht sinkt: Falsch!
  • Es ändert sich trotz regelmäßigem Training nichts auf der Waage? Nicht schlimm! Muskeln wiegen mehr, haben dafür weniger Volumen! Lieber zusätzlich Umfänge an Taille, Bauch, Hüfte, Arme und Beine messen.
  • Beachten Sie: Wenn das Gewicht sinkt, fällt auch der Kalorienverbrauch. Kontrolle und Anpassung sind wichtig.
  • Viele Sportler überschreiten den Bedarf an Proteinen. Denn der Körper kann nur eine bestimmte Menge Eiweiß in Muskeln umwandeln.

Tipp: Sorgen Sie für ausreichend Proteine (circa 0,9g pro Kilogramm Körpergewicht), damit Sie nicht an Muskelmasse verlieren.


Laut einer Studie ist die Sterblichkeitsrate bis zu 42% niedriger bei Menschen, die täglich mehrere Portionen Obst (und Gemüse) essen.

(Oyebode, et al.: Fruit and vegetable consumption and all-cause, cancer and CVD mortality: analysis of Health Survey for England data. J Epidemiol Community Health 2014;68:856-862).


  1. Obst und Gemüse so viel Sie wollen? Jein!
  • Obst und Gemüse sind absolut wichtig für eine ausgewogene Ernährung. Es liefert reichlich Vitamine und Mineralstoffe.
  • Wer abnehmen möchte, der sollte nicht viele Zwischensnacks einplanen. Obst oder Gemüse besser zu oder direkt nach den Mahlzeiten essen. Wer ständig isst (dazu zählen auch zuckerhaltige Getränke wie Milchkaffee oder Softdrinks), führt seinem Körper stets Zucker zu. Dadurch wird ununterbrochen Insulin ausgeschüttet, an Fettverbrennung ist hier nicht zu denken.
  • Vor allem einige Obstsorten wie Trauben, reife Bananen, Avocados oder Datteln sind mit Vorsicht zu genießen. Sie haben einen recht hohen Fruchtzuckergehalt und viele Kalorien.
  • Rohes Gemüse vorziehen. Die Zubereitungsart hat einen großen Einfluss auf den Nährstoffgehalt des jeweiligen Gemüses.
  • Vor allem grüne Gemüsesorten und Hülsenfrüchte sind richtige Eiweißbomben, z. B. Rosenkohl, Brokkoli, Spinat, Bohnen, Linsen.
  • Wer regelmäßig Obst und Gemüse isst, lebt generell gesünder, stärkt sein Immunsystem und ist weniger häufig krank. Das Risiko an Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Krebs, Asthma, Augenerkrankungen, Osteoporose oder Rheuma zu erkranken, sinkt deutlich.

Tipp: Vorsicht vor der Kalorienfalle Sauce! Die meisten Kalorien stecken nicht im Gemüse an sich, sondern in den Saucen. Diese bestehen häufig aus Sahne, Schmand oder Butter.

  1. Wer viel Wasser Trinkt, nimmt viel ab? Yes, stay hydrated!
  • Wasserverteilung im Körper: Es macht 60% Ihres Körpergewichts aus, Blut besteht zu 90% aus Wasser, Muskeln zu 70% und Knochen zu 20%.
  • Wer ausreichend trinkt, sorgt dafür, dass alle Vorgänge im Körper besser ablaufen. (Optimierung des Stoffwechsels, Regulierung der Körpertemperatur, Transport der Nährstoffe, Schmieren der Gelenke, optimierte Fließeigenschaft des Blutes, besserer Transport von Enzymen und Hormonen)
  • Wasser füllt den Magen und sättigt vorerst.

Tipp: Täglich zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßte Tees trinken! Oder einfach eine Zitronenscheibe in das Wasserglas dazugeben…

Unser Fazit: Machen Sie keine Diät, stellen Sie lieber Ihre Ernährung auf ausgewogen und gesund um, trinken Sie täglich ausreichend Wasser, planen Sie nicht zu viele Zwischenmahlzeiten ein und bauen Sie Muskulatur auf! Guter Rat muss nicht teuer sein, fragen Sie Ernährungs- und Fitnessexperten!

*Diesen Artikel habe ich mit Hilfe der Chefredakteurin während meines Praktikums verfasst. Er ist in der Ausgabe MAI 2016 bei dem Stadtmagazin HOCHGLANZ veröffentlicht worden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.