Baufirma

Darüber haben wir uns anfangs den Kopf zerbrochen! Wo soll man bei den ganzen Informationen nur anfangen?

  1. Es gibt Architekten, Bauingenieure, Bauzeichner, Bauträger und Generalunternehmer (GU).
  2. Architekten können bis zu einer bestimmten Phase „gebucht“ werden. Phasen 1-4 sind soweit ich mich erinnern kann die Planungsphasen für den Grundriss. Danach kommen dann die Ausschreibungen für die jeweiligen Firmen und ggf. die Organisation und Bauleitung. Die Firmen können mit dem Architekten gemeinsam ausgewählt und angeschrieben werden. Allerdings gibt es ein Architektenhonorar, das nach der Bausumme geht und die Bauherren circa 10-20% der Bausumme kostet. Die Mehrkosten waren auch der Grund dafür, dass wir uns letztendlich gegen einen Architekten entschieden haben.
  3. Bauingenieure, Bauzeichner. Ja, so ein Glück hatten wir auch. Auf Empfehlung. Der gute Herr hat schon viiiele Jahre Berufserfahrung. Zeichnet Grundrisse und übernimmt die Bauleitung. Aber er ist leider nicht mit der Zeit gegangen und hat uns seine geliebten üblichen Grundrisse gezeichnet. Dabei ist er trotz mehrerer Hinweise nicht auf unsere Bedürfnisse eingangen und es war dadurch einfach nur doof – ich weiß kein besseres Wort für diese Begegnung und das Ergebnis… Schade, verlorene Zeit! Oder auch nicht, weil wir uns dadurch nur noch sicherer in unseren Wünschen geworden sind!
  4. Ein Bauträger unterscheidet sich meines Wissens nach nur dadurch vom GU, dass der Bauträger ein komplettes Angebot erstellt, also inkl. Grundstück, das er zuvor erworben hat. Da wir ein Grundstück von der Stadt hatten, brauchten wir keinen Bauträger.
  5. Wir sind letztendlich bei mehreren Generalunternehmern/Bauunternehmern gelandet. Firma A wirkte auf uns bei dem ersten Beratungsgespräch total inkompetent. Das wurde vor allem durch die Gespräche mit anderen Firmen bewusst. Das preisliche Angebot stimmte zwar, aber ein Energieberater hat ebenfalls von der Firma A abgeraten, da er von einigen blöden Vorfällen wusste. Firma B ist eigentlich DIE Firma hier bei uns in der Umgebung. Allerdings ist da auch nur noch der Name Programm.

Denn wir haben von vielen Leuten gehört, dass Firma B immer schlampiger arbeitet (die Häuser kommen beim Blowerdoor-Test nicht durch, die Bodenplatte erweist sich nach dem Umzug als undicht usw.). Dann hat uns der Grundriss auch absolut nicht gefallen und man merkte, dass die Firma nicht so sehr auf unsere Wünsche eingehen wollte. Und zu guter letzt waren wir dann bei Firma C. Der Cousin meines Freundes hat mit ihm gebaut und meine geliebte Physiotherapeutin hat uns ebenfalls die Firma empfohlen. Der Chef ist super freundlich und aufmerksam, kennt sich in seinem Gebiet gut aus und hat bisher totaaaal schicke Häuser gebaut! Wir sind zufrieden mit der Wahl!

Falls Firma C mal auf unseren versteckten Account stoßt: #hallöchen! Der kleine Haken war allerdings, dass die Firma erst circa 5 Jahre auf dem Markt ist. Wir haben uns generell für den Hausbau rechtliche Unterstützung gesucht, um zu wissen, worauf wir achten sollten. Der Anwalt hat uns einen externen Bauleiter empfohlen, der auch notfalls als Gutachter vor Gericht anerkannt wird und uns nur 1500€ kostete. Damit gingen wir auf Nummer sicher, denn: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Da steckt einfach so viel Geld in dem Projekt, sodass wir nichts riskieren wollten. Außerdem hat der Anwalt den Werkvertrag geprüft und unsere Bauleitung hat sich die Grundrisse sowie die Baubeschreibung angeschaut.
Hier und da sind schon ein paar Tipps zum Vorschein gekommen, aber prüft alles fünf- und zehnfach! Wir hatten selbst beim Grundriss für den Bauantrag falsche Angaben drin, sodass der Grundriss in letzter Sekunde noch neu ausgedruckt wurde. Die Tipps zum Werkvertrag und zur Bauleistungsbeschreibung findet ihr in den jeweiligen Beiträgen.
Viel Erfolg allen bei der Wahl der Baufirma!

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