Baukosten

Ich versuche mich mal kurz und knapp zu halten. Wird aber schwierig, da das Thema ziemlich groß ist. Und wer spricht schon gerne über Geld in Bezug auf Gehalt, Schulden, Rücklagen & Co. 🤷🏼‍♀️

Die Kosten waren aber enorm wichtig für uns, um überhaupt einschätzen zu können, ob wir überhaupt ein Haus bauen können. Danach folgte erst das „wie“.

Bei unseren Recherchen (2017) fand ich heraus, dass 1qm Wohnfläche circa 1-2T€ kostet. Ja, die Spanne ist sehr groß. Man kann auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und deshalb bringen genaue Zahlen einfach nichts. So viel kann ich aber verraten: Der Richtwert passt aber! 🤓 Es kommt dann natürlich auf die eigene Bemusterung sowie Ausstattung an und darauf, wie sehr ihr von den Inhalten der Bauleistungsbeschreibung abweichen werdet. Der eine Bauunternehmer (BU) baut Innenwände aus Rigips und der andere aus Stein, der eine BU entfernt eben nicht den Mutterboden vor dem Hausbau und der andere schon,… Das wird natürlich nicht sofort ersichtlich, aber dadurch kommt es bereits zu hohen Preisdifferenzen. Holt euch direkt die Preise zur gewünschten Ausstattung ein, wenn ihr schon etwas im Auge habt (z.B. die Badausstattung oder Schalterserie für Elektro usw.). Die Baubeschreibung kann bei vorheriger Auswahl bereits an euch angepasst werden, sodass ihr ein individuelles Angebot erhaltet.

Allerdings kann ich nur jedem empfehlen, einige Gewerke in Eigenleistung durchzuführen. Wenn man erfahrene Leute im Freundes- und/oder Familienkreis hat, lässt sich dadurch ein bisschen Geld einsparen. 💸Bei uns sind es dadurch Elektro-, Fliesen-, Malerarbeiten und Zimmertüren geworden. Daher habe ich auch nur zu diesen Gewerken genauere Preisangaben, aber auch die bringen Person X nicht viel, da wir ein paar Rabatte ergattert haben. Ich könnte die entsprechende Summe nennen, aber dann steht immer noch nicht fest wofür das alles gezahlt wird. Der eine verwendet Elektrosysteme von Gira, der andere von Busch & Jäger und noch ein anderer hat vielleicht ein KNX-System eingeplant. Die einen holen die Zimmertüren vom Schreiner oder Fachhändler und wieder andere nehmen sie aus dem Baumarkt.

Zu den Baukosten zählen für mich auch die Grundstückskosten. Die sind kein Geheimnis – auf Boris.nrw.de könnt ihr die Bodenrichtwerte der einzelnen Städte und Umgebungen nachschauen. Unser städtisches Grundstück hat 460qm und wir haben 125€/qm gezahlt. Hätten wir das Zentrum der Stadt angepeilt, wären wir bei 300-400€ gelandet, wobei private Grundstücke deutlich über dem Preis gehandelt werden.

Zu den Baukosten zählten für uns folgende Aspekte:

  • Bauleiter / Gutachterin
  • Erdarbeiten und Bodenplatte
  • Rohbau und Zimmererarbeiten
  • Dachflächen und Dachrinnen
  • Zimmertüren
  • Fenstereinbau und Verglasung
  • Innenputz
  • Fußbodendämmung/Estrich
  • Klinkerarbeiten
  • Heizung
  • Sanitär
  • Elektro
  • Fliesen (Bodenbeläge)
  • Maler- und ggf. Tapezierarbeiten
  • Treppe
  • Fensterbänke

Wenn konkretere Fragen da sind, kann ich versuchen sie zu beantworten. Aber es macht einfach keinen Sinn eine pauschale Summe in den Raum zu werfen und niemand weiß, was genau da eigentlich hinter steckt. Die habe ich in einer Exceltabelle festgehalten. Da habe ich bereits im Voraus Richtwerte eingetragen und dann unsere Kosten. Dazu gibt es aber in einem weiteren Beitrag mehr Informationen. Morgen wird’s bezüglich der Baunebenkosten etwas präziser😏

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