Eigenleistung

Das ist ein schwieriges Thema. Nach den Erfahrungen mit dem ersten Bau kann ich aber sagen: Macht das, was ihr machen könnt! Ich habe im Nachhinein so viele Dinge bei anderen Häusern gesehen, die man als Bauherr übernehmen kann. Vielleicht ist der Bauträger/Bauunternehmer/Architekt offen dafür, sodass sich Kosten sparen lassen. Natürlich braucht man dafür auch Zeit – es ist also ein Rechenbeispiel.

Wir haben die Zimmertüren in Eigenleistung eingebaut, nachdem uns ein Tischler die ersten zwei Türen gezeigt und sein Material zur Verfügung gestellt hatte. So konnten wir qualitativ gute Türen nehmen und nicht die erstbesten aus dem Baumarkt. Durch befreundete Fliesenleger bekamen wir einen super Preis für den Lohn, sodass auch die Fliesenarbeiten als „Eigenleistung“ aus der Bauleistungsbeschreibung genommen wurde. Zu guter Letzt haben wir einen riesigen Bereich selbst übernommen: die Elektroarbeiten. Mein Onkel und ein Freund von uns sind Elektriker, mit denen wir die Arbeiten in Eigenleistung ausführen konnten. Die Firma des Freundes hat dann die notwendige Abnahme gemacht und auch entsprechend den Stromkasten montiert. Ohne Fachpersonal wäre das aber nicht möglich gewesen. Eigenleistung kann ich nur dann empfehlen, wenn das Wissen vorhanden ist. Wir wollten möglichst viele Arbeiten beim Bauunternehmer lassen, damit sich die Firmen hinterher nicht mit der Gewährleistung in die Quere kommen und die Schuldzuweisung nur von A nach B geschoben wird.

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